Danke Laura! Danke Sophie!
Das randvolle Sportheim ließ Vereinschef Matthias Ermel am vierten Tag des neuen Jahres strahlen: Der traditionelle Neujahrsempfang der TSG Zellertal hatte große Anziehungskraft, die TSG ist ein lebendiger Verein, der seine Tradition hoch hält und durch seine phantasievolle Jugendarbeit die Zukunft gestaltet. Mitten drin und voll dabei: Ortsvorsteherin Sonja Stoll-Merkel und der Zeller Ortsvorsteher Georg Schwedhelm.
Matthias Ermel streifte in seinen Begrüßungsworten kurz das so ereignisreiche und erfolgreiche Vereinsjubiläum. Die TSG versteht und verstand stilvoll zu feiern. Die Krönung beim 125. Geburtstag der TSG war die Wahl zum Verein des Jahres des Donnersbergkreises mit einer wunderbaren Kür im Saal Lind.
Die Abteilung Schwimmen/Breitensport hatte sich im Jahr des 125. Bestehens ein besonderes Ziel gesetzt: 125 Sportabzeichen sollten vergeben werden. Das Ziel wurde übertroffen: 154 Sportabzeichen wurden beim Neujahrsempfang ausgehändigt. TSG-Fotograf Hans-Joachim Herweck sorgte dafür, dass der besondere Tag in passenden Bildern festgehalten wurde.
Dass die „Sportabzeichen-Challenge“ zu solch einem grandiosen Erfolg wurde, dafür sorgten vor allem Laura Grünewald (28) und Sophie Huber (25). Sie haben mit großem Organisationsgeschick die Trainingstermine koordiniert, die Trainer und Helfer eingeteilt, die Prüfungstermine festgelegt. „64 Sportabzeichen-Absolventen 2024 waren für uns schon sehr viele. Was sich im letzten Jahr entwickelte, war phänomenal“, schwärmte Vereinschef Matthias Ermel.
Über 200 Teilnehmer versuchten sich 2025 bei der Sportabzeichen-Prüfung der TSG Zellertal, 154 erreichten das Ziel. „Erfreulich, dass es 14 Familiensportabzeichen gab“, betonten die Organisatorinnen, die den Dank „an alle Trainer“ heraus stellten. Viel Beifall erntete Helmgard Grünewald. Die 83-Jährige war die älteste Sportabzeichen-Absolventin der Zellertaler 2025. Theo Starrost war mit sechs Jahren der Jüngste, der das Sportabzeichen schaffte. Marion Baumrucker legte ihre 37. Sportabzeichen-Prüfung ab – in Gold! Lisa Opaska hatte im Zellertaler Prüfungsreigen das symbolträchtige 125. Sportabzeichen erlangt.
Beim Neujahrsempfang würdigte Matthias Ermel die herausragenden Leistungen von Sophie Huber und Laura Grünewald: „Mit ihrer Leidenschaft und ihrem Willen haben Sophie und Laura das erreicht. Sie waren immer da …“ Den Beiden war kein Tag zu lang, kein Weg zu weit. Sie waren da, wann immer es ging. Bestes Beispiel: An Silvester nahmen sie bei einem Nachzügler die Prüfung über 3000 Meter ab und er freute sich, das Sportabzeichen sprichwörtlich im Endspurt doch noch geschafft zu haben. „Sophie und Laura haben sehr viel Freizeit geopfert. Danke Sophie! Danke Laura! Was ihr geleistet habt, ist außergewöhnlich. Ihr habt gezeigt, was im Ehrenamt möglich ist, wenn Herz und Leidenschaft dabei sind“, sagte der 1. Vorsitzende, der
Laura Grünewald und Sophie Huber als „Sportlerinnen des Jahres 2025“ ehrte. Die Blumen überreichte die 2. Vorsitzende Vanessa Berst. „Wir haben die Aufgabe von Wolfgang Dörr übernommen und sind mit sehr viel Spaß dabei“, sagt Laura Grünewald mit Blick auf den langjährigen TSG-Vorsitzenden. „Mitzumachen – da war Laura meine Motivation. Seit ich 12 war, mache ich beim Sportabzeichen mit. Das kam durch meinen Onkel Wolfgang“, erzählt Sophie Huber. Onkel Wolfgang – das ist Wolfgang Dörr, der Ehrenvorsitzende der TSG.
Ab März wird jeden ersten Dienstag im Monat ein Sportabzeichen-Training in der Harxheimer Schulsporthalle oder auf dem Sportplatz angeboten. Es wird wieder zwei Sportabzeichen-Prüfungstage geben, mutmaßlich im April und im August.
Auch 2026 ist ein Jubiläumsjahr für die TSG: Vor 50 Jahren vergab die TSG die ersten Sportabzeichen – durch den damals frisch lizenzierten Übungsleiter Wolfgang Dörr. „Wir haben ein großes Ziel erreicht und mehr als übertroffen. Wir gehen ohne Druck ins neue Jahr“, betont Sophie Huber.
Text: Horst Konzok
