Es ist ein an Feiertagen reiches Jahr für die TSG Zellertal 1900 e.V., die ihren 125. Geburtstag begeht. Zum wunderbaren Erscheinungsbild im Jubiläumsjahr passt die bei der Mitgliederversammlung des 711 Mitglieder starken Vereins dokumentierte Harmonie. Die TSG kann mit stabilen Finanzen gut aufgestellt auch in Zukunft auf seine bewährte Vorstandsmannschaft zählen.
Bei der Jahreshauptversammlung am 21. Mai im TSG-Sportheim wurden der 1. Vorsitzende Matthias Ermel, seine Stellvertreterin Vanessa Berst, Schriftführerin Anja Opaska und Kassenwart Achim Piehl in ihren Ämtern bestätigt. Kassenprüfer bleiben Gerlinde Bergsträßer und Martin Kühn. Geordnete Finanzen, eine stabile Kassenlage trotz wichtiger Investitionen – Stichwort neue LED-Flutlichtanlage – sieht Kassenwart Achim Piehl als Basis für eine gute Zukunft. So können zunächst auch die Mitgliedsbeiträge stabil gehalten werden. Dass sich die Bilanz so positiv liest, macht der „Herr der Zahlen“ vor allem auch am Engagement der Ehrenamtlichen fest: „Sie stehen uns nicht nur mit Rat zur Seite, sondern auch mit der Tat …“
Großes Lob gab’s vor den Neuwahlen vom Ehrenvorsitzenden Wolfgang Dörr, der den Verein 30 Jahre lang führte und das Amt 2023 in jüngere Hände gab. Dörr erklärte auch mit Blick auf die Organisation im Jubiläumsjahr: „Ich bin stolz drauf, wie ihr das alles hingekriegt habt!“
Kerstin Metzler und Jochen Wick Ehrenmitglieder
Die TSG ist jetzt um zwei Ehrenmitglieder reicher: Kerstin Metzler und Jochen Wick wurden bei der Mitgliederversammlung die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Für 40 Jahre Treue zur TSG wurden sechs Goldene Ehrennadeln verliehen.
Geehrt wurden: Sabine Peter, Uwe Krammer, Manuela Stumpf, André Wunsch, Andreas Schütze und Melanie Klag.
Ausgezeichnet mit der Silbernen Ehrennadel für 25 Jahre im Verein wurden Volker Schmeiser, Timo Schmeiser, Maximilian Elsner, Sascha Kolodziej, Janina Gärtner, Katharina Schmeiser, Annette Sprenger, Aaron Sprenger und Marvin Sprenger.
„Die TSG lebt!“
Vereinschef Matthias Ermel bilanzierte in seinem Bericht drei gelungene Veranstaltungen zum 125. Geburtstag der TSG. „Wir haben schön gefeiert und wir stellen uns sehr gut dar“, sagte Ermel mit Dank an seinen Sohn Lukas, der sich um die Gestaltung der Jubiläums-Chronik verdient gemacht hat. Mit dem Neujahrsempfang am 5. Januar 2025 im Evangelischen Gemeindehaus in Harxheim wurde das Jubiläumsjahr stilvoll eingeläutet. Die Verleihung der 40 Sportabzeichen war in den Empfang eingebettet und gab Laura Grünewald und Sophie Huber Gelegenheit, das Ziel für das laufende Jahr vorzugeben: 125 Sportabzeichen im Jahr des 125. Bestehens. Der offizielle Festakt am 15. März – ein gelungener Abend in Rot und Blau – wurde im Bürgerhaus in Einselthum gefeiert. Am 13. Mai schließlich war die TSG Zellertal als „Verein des Jahres“ im Saal Lind Gastgeber der Sportlerehrung des Donnersbergkreises. Bei der Gemeinschaftsveranstaltung von Kreis und RHEINPFALZ herrschte Hochstimmung, die gastgebende TSG erntete viel Lob für die perfekte Gestaltung des Abends. „Das war die Krönung! Das war die beste Sportlerehrung, die ich je erlebt habe“, schwärmte Matthias Ermel. Mit Silke Ermel bei den Frauen, Wolfgang Dörr bei den Herren und den U50-Tischtennis-Damen Sylke Bayer, Silke Ermel und Tanja Schultz im Mannschaftswettbewerb hatte die TSG bei der Sportlerwahl des Kreises auch noch drei zweite Plätze zu feiern. Der Auftritt, die Stimmung, die Erfolge ließen Ermel stolz bilanzieren: „Das zeigt mir, dass die TSG lebt!“
„Danke Jörg Schwarz“
Der besondere Dank des Vorsitzenden galt Jörg Schwarz, der die Führung der Fußball-Abteilung nach 19 Jahren abgab. „Ich weiß, dass ich auch in Zukunft auf dich zählen kann“, sagte Ermel an Jörg Schwarz gewandt. Sein Nachfolger Maximilian Merkel steht für den Generationswechsel.
125 Sportabzeichen …
220 Mitglieder zählt die Abteilung Breitensport/Schwimmen, die nun Maik Bunselmeyer führt. Für das Miteinander der Abteilung sorgen auch der gut angenommene Neujahrsbrunch, die Teilnahm am Sattelfest, das 2024 unter widrigem Wetter litt, sowie das Sommerfest, schilderte Sophie Huber. Wartezeiten gibt’s (leider) für die Kids, die bei der TSG schwimmen lernen möchten – es fehlt an Schwimmbadzeiten. Die Trainingsbeteiligung ist gut, Luft nach oben ist bei der Bereitschaft auch Wettkämpfe zu bestreiten. Nächste Ausfahrt: das Kreisjugendschwimmfest am 15. Juni in Rockenhausen. Die Kinder-Leichtathletik wird konstant von 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmern belebt. Ein Renner mit konstant 20 bis 25 Teilnehmenden ist die Rücken-Gymnastik unter Regie von Wolfgang Dörr, dem Sophie Huber Ideenreichtum in seinem Trainingsrepertoire attestiert. Mit Laura Grünewald propagiert Sophie Huber das Ziel, das im laufenden Jahr 125 Sportabzeichen bei der TSG abgelegt werden sollen. 42 haben es schon geschafft, 117 haben angefangen. Training ist dienstags um 19 Uhr. Wolfgang Dörr startete einen Mitmach-Appell: 2024 war die TSG pfalzweit mit 40 Sportabzeichen auf Platz 12. Mit 125 Absolventen wäre sie wohl ganz oben mit dabei …
Die Jugend als Standbein
316 Mitglieder zählt die Fußball-Abteilung, erklärte der neue Abteilungsleiter Maximilian Merkel. Das Standbein, das Schussbein der Zukunft, ist die von Guido Sprenger geführte Jugend-Abteilung mit neun Jugend-Mannschaften. Alle Klassen von den Bambini bis zur A-Jugend sind besetzt, zum Teil auch durch Spielgemeinschaften. Die TSG hat 90 eigene Jugendspieler im Verein, 50 Kinder und Jugendliche kommen aus den Partnervereinen hinzu. 16 Jugendtrainer sind aktiv, das Thema Betreuer bleibt ein Dauerbrenner. Die Suche hört nie auf!
In der A-Klasse hat die erste Mannschaft lange sogar auf den Relegationsplatz hoffen dürfen, vor dem letzten Spieltag auf Platz 4 mit 50 Punkten so viele Zähler wie noch nie seit dem ersten Aufstieg 2008 in dieser Klasse eingeheimst. Die zweite Mannschaft kann in der C-Klasse noch historisches schaffen, wenn sie als Meister in die B-Klasse aufsteigen würde, sagt Maximilian Merkel. Er dankte seinem Vorgänger für die geleistete Arbeit über fast zwei Jahrzehnte. Berührt von Dank und Lob war’s Jörg Schwarz wichtig, nochmals deutlich zu machen, dass für die Erfolge nicht er allein verantwortlich ist, sondern das Team, vor allem auch sein Stellvertreter Udo Elsner, „die treue Seele“: „Wir hatten eine super Zusammenarbeit, Udo immer ein offenes Ohr.“ Angesichts der Bilanzen der Abteilungen ist Schwarz optimistisch für die Zukunft des Vereins: „Da braucht es uns um die TSG nicht bange zu werden.“
Tennis hat Zukunft
„Stabil“ sieht Andreas Lorenz, der Abteilungsleiter, die Tennis-Abteilung mit 80 Mitgliedern. Was Mut macht, Bestätigung der guten Jugendarbeit ist, sind 26 Kinder und Jugendliche, die bei den Blau-Weißen in der TSG Tennis spielen. Andreas Lorenz: „Tennis hat auch im Zellertal eine Zukunft!“ Eine Bestnote erteilte Lorenz „den sehr engagierten Trainern“ David Brack, Nicklas Bley und André Wunsch. Mit vier Mannschaften gehen die Zellertaler Tennis-Cracks in die neue Medenrunde. Aber auch in Sachen Infrastruktur haben sie einiges bewegt, erklärte Lorenz mit Stolz. So wurde eine kleine Tribüne, die gut angenommen wird, gebaut. Die Bewässerung der Tennisplätze wird mit einem neuen System angegangen, das wassersparend zu sein verspricht. Positiv sieht der Abteilungsleiter das Sponsoring, das auf den Plätzen erkennbar wird: sechs statt bisher drei große Bandensponsoren, dazu zwei kleine. Andreas Lorenz weiß in Richard Lauer fortan einen neuen Stellvertreter, der an die Stelle von David Brack tritt.
Jugendarbeit angeschoben
Tischtennis – traditionell ein Aushängeschild der TSG Zellertal. Die Erfolge im Seniorenbereich nach wie vor aufsehenerregend, obgleich Abteilungsleiterin Silke Ermel Platz 5, den sie mit Sylke Bayer zuletzt bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Seniorinnen und Senioren im norddeutschen Ahrensburg belegte, eher als kleine Enttäuschung wertete. Es ist aber eine Top-Platzierung auf die die TSG stolz ist und auch sein kann! Neun Mannschaften sind in der kommenden Runde am Start, die Jugendarbeit konnte wieder angeschoben werden. Auch da ist Silke Ermel ein Motor. (Horst Konzok)
